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Dienstag, 23. Februar 2010

als ich dich sah

Beim ersten Mal als ich dich sah
da warst du interessant
doch ich wagte nicht, mit dir zu sprechen
Beim zweiten Mal als ich dich sah
da warst du elegant
doch ich schaffte nicht mal, nur zu lächeln

Beim dritten Mal als ich dich sah
da warst du rätselhaft
und ich wollte dich so gern durchschauen
Beim vierten Mal als ich dich sah
da strahltest du vor Kraft
doch ich konnte mich einfach nicht trauen

Und dann, als ich dich wiedersah
da glaubte ich es kaum
schiens als sein wir im Geiste verwandt
Beim letzten Mal als ich dich sah
da wars in meinem Traum
und du hattest mein Herz in der Hand

Montag, 2. November 2009

bambule bitte

beben geboren aus isolation
einsames angeln im see der gedanken

wirklichkeit wackelt, verschwimmt zur vision
fahren und fallen, die wände sie wanken

völliges fehlen von konzentration
zeitgefühl gibt nur das öffnen der schranken

wirkliches leben verkommt zur fiktion
spiegel enthüllen den einsamen kranken

eine sekunde gleicht einer million
die schon verflogen, zerronnen, verbrannten

zischender atem der einzige ton
blicke verfolgen ein staubkorn beim landen

sich nicht verlieren, die letzte mission
langsam verblasst auch das bild der verwandten

reicht dann die kraft noch für eine aktion
wird bald ein photo zum letzten gesandten

schließlich ist schluss mit der situation
feiert die freiheit mit rosengirlanden

bleiben auch räume für spekulation
werden sich jene die kommen bedanken

Freitag, 7. August 2009

ins Blaue

er nahm ein Bad in Weltschmerz
er rieb sich damit ein
und wollte nicht mehr vorwärts
und wollte nicht mehr sein

er sah die Sonne scheinen
er ahnte ihre Kraft
und warf nach ihr mit Steinen
und ward von ihr entfacht

er sah die Welt am Abgrund
er sah sie nur zum Teil
und suchte nach dem Absprung
und suchte nach dem Seil

er blickte in den Spiegel
erblickte sein Gesicht
und wollt nur seinen Frieden
und wollte ihn auch nicht

dass er sein Ziel nicht kannte
wie blind durchs Leben rannte
war mehr als etwas bitter
- für einen Glücksritter

Donnerstag, 16. April 2009

Mal wieder Poesie

Tribut an die geflügelte Traurigkeit

Tränen offenbarten ihr wahres Gesicht
und machten aus ihr einen Engel
er wollt sie berühren doch wagte es nicht
aus Angst sich am Licht zu versengen

und wenn jede Träne Geschichten erzählt
verlas sie so ganze Romane
zu viel hatte zu lang die Seele gequält
und das brach sich nun endlich Bahne

durch diese Verwandlung vor Ehrfurcht gebannt
entfielen ihm all seine Worte
er hatte schon einige Maiden gekannt
doch keines von himmlischer Sorte

so weinte er mit ihr und teilte ihr Leid
war von ihrer Kraft überwältigt
und etwas in ihm wurde dabei befreit
und hat sich seitdem vervielfältigt

sie zeigte ihm Wege sich selbst zu befreien
und nahm ihm die Angst vor Gefühlen
er sah nun stets auch ihren Heiligenschein
doch blieb die Angst, sie zu berühren