Posts mit dem Label Schmerz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schmerz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 4. September 2010

Bestandsaufnahme

Die Tränen die nicht fließen hab ich schon einmal geweint
Die Schmerzen die ich spüre hab ich schon einmal verdrängt
Was immer ich auch fühle hab ich schon einmal verneint
Und heut wurd meine Seele nur ein bißchen mehr versengt

Freitag, 6. August 2010

nur kurz verreist

sehen, hören; ahnen. fühlen
dann, auf den schultern fängt es an
die kalte hand, sie greift, sie streicht
die arme und die fingerspitzen
den rücken läuft das eis hinab
und aus den haaren werden dornen
die haut gespannt bis zu den zeh'n
und alles ist so klar. so klar
das kleine stechen in der brust
und alles geschieht wie von selbst
ein beißen auf die unterlippe
die augenlider beben, zucken
die augen schließen; hell, so hell
und heiß ist es, und dann das zittern
obwohl doch weg, so weit weit weg
das salz schmeckt nach zuhause
obwohl doch schmerz und glück vereint
das salz schmeckt nach zuhause


der letzte takt klingt aus, ich bin
doch immer noch zuhause

Freitag, 30. Juli 2010

Adieu altes Haus

Wie Tränen tropft der Regen von den Fensterbänken
Die Fenster fast erblindet wie von grauem Star
Man kann nur noch erahnen wie es früher war
Wie alte Narben wirken Risse in den Wänden

Und auch das Haupt bekommt inzwischen Haarausfall
Der Wind ist grausam, raubt dem Dach im Sturm die Ziegel
Es steht und schweigt, verschlossen durch den rost'gen Riegel
Die Balken ächzen, Knochen schmerzen überall

Der Zahn der Zeit, er nagt, hier hilft auch kein Sanieren
Es ging mal mit dem Stock, heut kriecht's auf allen Vieren
Noch bietet es den Jahreszeiten stolz die Stirne

Zu lang ist es allein, es will nicht mehr bestehen
Schließt die Rolladen, dieses Haus will nichts mehr sehen
Ein letztes Rendezvous nur... mit der Abrissbirne

Samstag, 29. Mai 2010

zeitreise (wider willen)

ich sah das alte glück
verrottet
liebe lange zeit
verblasst
ich blickte heut zurück
erschrocken
letzte möglichkeit
verpasst

denn damals wurd mein herz
zerrissen
zukunft durch ein wort
zerfetzt
ich hab mich durch den schmerz
gebissen
Narben blieben dort
zuletzt

jetzt sind sie wieder auf-
gebrochen
raus kommt frisches blut
getropft
es kommt erneut heraus
gekrochen
wird nichtmal von wut
verstopft

in alten wunden salz
verstreuen
alte fehler neu
bereut
die ader schwillt am hals
aufs neue
böser alter geist
befreit

Freitag, 30. April 2010

Erster Mai

Am ersten Mai
ist Tag der Arbeit;
jetzt echt? Es ist zum Reiern.
Am ersten Mai
da hat man frei!
Das' Grund genug zum Feiern.
Am ersten Mai
sind Kinder oft
zum ersten Mal betrunken.
Am ersten Mai
hat jeder schonmal
stark nach Bier gestunken.
Am ersten Mai
da läuft man los
und säuft als gäbs kein Morgen.
Am ersten Mai
denkt man nicht viel,
ertränkt man seine Sorgen.
Am ersten Mai
macht man kaputt
und zwar Gehirnes Zellen.
Am ersten Mai
ist man so frei
wie Knastis in den Zellen.
Am ersten Mai
vergisst man gern
den Stress der letzten Wochen.
Am ersten Mai
vergisst man gern,
dass sie uns unterjochen.
Am ersten Mai
lässt man die Oben
halt ihr Süppchen kochen...
Der erste Mai
ist Tags darauf
nur Schmerz in euren Knochen.

Freitag, 22. Mai 2009

Impulse im luftleeren Raum

die Gedanken an fernen Orten
die Gedanken in vergangner Zeit
in Gedanken nur Bilder statt Worten
in Gedanken zu allem bereit

ganz allein auf dem Weg in die Freiheit
ganz allein auf dem Weg zur Vernunft
ganz alleine im Kampf mit der Freizeit
ganz alleine im Kampf um die Gunst

die Gedanken sind nicht, wo sie hinsolln
die Gedanken sind ständig bei ihr
in Gedanken kann ich niemals hinfalln
in Gedanken ist sie stets bei mir

nur alleine kann man wirklich frei sein
nur alleine nutzt man das nicht aus
denn alleine will man nicht allein sein
denn allein geht man allein nach Haus

die Gedanken haben mich gefangen
die Gedanken haben mich erlöst
in Gedanken kann ich viel erlangen
in Gedanken find ich Schmerz und Trost

ganz allein ist man total zufrieden
übers Leben wird allein entschieden
und die Liebe wird gekonnt vermieden
kommt sie doch, so wird sie auch verfliegen

bleibt mehr Zeit für die Gedanken
keine Zeit gebraucht zum Zanken
Zeit genug, sich zu belügen
nur man selbst da zum Betrügen
nur man selbst da zum Betrüben

ein Glück, ich bin allein geblieben

Sonntag, 19. April 2009

Ein Haufen Müll

Aufstehen. Leiden. Schlagen. Die Beine. Klingen zum schneiden. Glück zum vermeiden. Glauben und Berge. Träumen und sterben. Liebe und Lügen. Verbrennt die Gefühle. Tränen, die spülen. Reste, die bleiben. Teste dein Leiden. Wieviel kann man einstecken. Am Arsch lecken. Leben wie Zecken. Ungeziefer. Ende mit meckern. Gebrochener Schiefer. Weitermachen, weiterlachen. Hahaha. Meine Macken, deine Macken. Alles klar. Weiter so, weiter so. Scheitern im Streichelzoo. All das Wissen. Haufen geschissen. Hysterie, Hysterie. Überdosis Aspirin. Was hat man davon. Das hat man davon. Es tut nicht mehr weh, es tat noch nie weh. Guter Schuss im Kaffee. Rote Tropfen im Schnee. Zeit zu gehen. Augen die sehen. Ausstechen. Aufessen. Das Leben ist schön. Heute ein König. Für morgen zu wenig. Gedanken vergraben. Sechs Fuß tief. Dank für die Gaben. Intuitiv. Ab in Quarantäne, Gedanken in Einzelhaft. Frag dich, was wäre. Es wär doch gelacht. Isolation. Imitation. Hast du schon gehört, sag mal wusstest du schon. Wir werden zu dem, was wir am meisten hassen. Leben und sterben in den Gassen. Unsichtbar sein in den Massen. Requiem. Requiem. Erdbeeren vernaschen. Briefe verfassen. Erde verlassen. Zum Mann im Mond. Vater und Sohn. Blüte des Mohn. Schlafen. Schlafen. Sicherer Hafen. Raffen. Raffen. Was man einmal hat. Lachen. Lachen. Eine Zensur findet nicht statt. Probleme. Extreme. Lebe dein Leben. Ekzeme. Bohème. Geben und nehmen. Grinsen. Lächeln. Keuchen und hecheln. Vorbei. Vorbei. Die Gedanken sind frei. Folgen. Schweigen. Fröhlicher Reigen. Verständnis. Geständnis. Glaubensbekenntnis. Staunen. Sterben. Unbekannt werden. Gewissen. Zerrissen. Drauf geschissen. Verraucht. Vergangen. Befangen. Gefangen. Weitergehen. Leiden. Schmeißen. Mit Steinen. Tränen? Verwässert. Schmerzen sind besser. Fühl, dass du da bist. Geh, wenn du klar bist. Schnitte, Schläge. Traurig und träge. Klein sein. Beileid. Alles ist, dabei sein. Verstehen. Vergehen. Ganz gezielt verfehlen. Adios, Amigos. Vorzeichen: Minus. Saiten gerissen. Scheiße gefressen. Kämpfen. Verbissen. Fehler verbessern. Weitergehen. Weitergehen. Hier gibt es nichts zu sehen. Marter. Gefühle. Hitze und Kühle. Genug ist genug. Weiter, weiter. Zug um Zug. Hinfallen. Liegen. Brechen und biegen. Folgen und schweigen. Konflikte vermeiden. Hoffen und sehnen. Hilfe ablehnen. Auf die Fresse. Gezielt, gesessen. Fragen. Fragen. Steine im Magen. Respekt zollen. Nicht mehr wollen. In die Vollen. Eisschollen. Treiben. Gehen. Fortbleiben. Leben. Aufschreiben. Stehlen, eure zeit. Lachen. Lachen. Pack deine Sachen. Nimm alles mit. Passt in die Hosentaschen. Volle Flaschen. Leere Flaschen. Scherben. Werden. Versinken und bergen. In den Kopf, auf den Kopf. Zu jedem Deckel passt ein Topf. Herausziehen am eigenen Schopf. Verzichten. Vernichten. Sieger schreiben Geschichten. Vorbei. Vorbei. Egal, einerlei. Wertlos. Abfall. Problembär. Abknallen. Anthrazit. Schwächstes Glied. Zum Abschied ein Liebeslied. Brechen und bersten. Erkennen ist am schwersten. Liebe und Dank. Zeter und Zank. Leben im Schrank. Geisteskrank. Leb wohl, alles gute. Verdiene die Rute. Volle Kraft voraus. Den Eisberg versenken. Dem Elefant eine Maus. Ein Herz zum Verschenken. Unverzollt. Ungewollt. Hundert Volt. Kurzschluss. Verkehrt Gepolt. Weiter. Weiter. Bis uns der Teufel holt. Jeder bekommt was er verdient. Heizöl und Benzin. Brennen. Brennen. Rückwärtsgang, rennen. Verletzen, verschmerzen. Versagen, verscherzen. Blut sehen. Blut geben. Direkt aus dem Herzen. Abschied, Begrüßung. Persönliche Endlösung. Müll, Abfall, Kompost. Verrottende Feinkost. Rost, Ruinen. Blumen und Bienen. Kommen und gehen. Engel und Feen. Weiter, weiter. Das Licht schon zu sehen. Lachen. Lachen. Lass sie doch machen. Aufstoßen. Abstoßen. Ranken von Wildrosen. Selbstkasteiung. Selbsbefreiung. Ein letztes Mal bitte Verzeihung. Leiden und Pein. Schreiben und schreien. Unpassend. Nicht kombinierbar. Alles geht. Alles ist Wirrwarr. Danke, tschüss. Was muss, das muss. Jeder Schluss ist auch ein Anfang. Nur ein Schritt über den Abhang. Was für ein Abgang. Was für ein Unfug. Tränen. Umflut. Freiflug. Durchzug... Wer weiß, was gut tut. Wer weiß, was Not tut. Nix für ungut. Danke für alles...